Faszination Archäologie - Mystische Routen rund um die Steinzeit
1: Archäologische Sehenswürdigkeiten. 2: Archäologische Erlebnisrouten. 3: Übersichtskarte. 4: Quellen | Literatur. 5: Sitemap. 6: Impressum.


Hügelgräberfeld Stühren bei Ströhen**
Gemeinde Bassum

Erlebnisroutenstation Nr. 6

Parkmöglichkeiten

Parkmöglichkeit: Am Wegrand (ca. 50 m)


Öffentliche Verkehrsmittel

Parkmöglichkeit: Am Wegrand (ca. 50 m) Öffentl. Verkehrsmittel: Deutsche Bahn Bremen – Osnabrück, Bhf. Syke (ca. 8 km)
Zugang für Rollstuhlfahrer

Rollstuhleignung: bedingt (keine befestigte Zuwegung)
Gastronomie

Gastronomie: Nordwohlde (ca. 2,5 km)

Nur etwa 200 m voneinander entfernt finden Sie bei Ströhen gleich zwei Hügelgräberfelder mit hochinteressanter Vergangenheit. Eines davon liegt idyllisch am Ufer des Klosterbaches.

Hügelgräber bei Ströhen, Solitärhügel

Hügelgräber bei Ströhen, Solitärhügel
Hügelgruppe am Klosterbach

Hügelgruppe am Klosterbach

Anfahrt:

Radfahrer und Radfahrerinnen: Die Hügelgräberfelder sind in die Route 6 der archäologischen Erlebnisrouten „Faszination Archäologie“ eingebunden. Unsere als pdf-Dokumente erhältlichen ausführlichen Routenbeschreibungen führen Sie unmittelbar zu den Gräberfeldern.
Sollten Sie mit dem PKW anreisen, fahren Sie bitte von Wildeshausen auf der L 338 nach Harpstedt. Hinter Harpstedt nehmen Sie die L 776 Richtung Bassum und biegen nach ca. 3 km links ab auf die L 340 Richtung Stühren/Nordwohlde. In Stühren biegen Sie bitte die erste Straße links ab und folgen der Ausschilderung zu den Hügelgräbern.

Grabgeschichte(n): Kulturgeschichte im Zeitraffer

Ausgesprochen spektakulär an diesen vermeintlich unscheinbaren Erdhügeln ist deren Nutzungsgeschichte: Zumindest das in größerer Entfernung zum Klosterbach errichtete Gräberfeld wurde rund 2000 Jahre genutzt! Bei archäologischen Untersuchungen im Jahre 1978 barg man Spuren, die von der späten Jungsteinzeit (ca. 2800 bis 2000 v. Chr.) bis zur Vorrömischen Eisenzeit (ca. 700 v. Chr. bis Chr. Geb.) reichen. Wie im Zeitraffer offenbarten sich den Archäologen die unterschiedlichen Bestattungssitten der einzelnen Epochen bei ihren Grabungsarbeiten: Aus der späten Jungsteinzeit bargen sie so genannte „Körperbestattungen“, d.h. unverbrannt zu Grabe getragene Verstorbene. Danach stießen sie auf bronzezeitliche - und auch auf eisenzeitliche Grablegungen. Mit anderen Worten ist der Friedhof bei Ströhen deutlich älter als die meisten Hügelgräberfelder der Region.

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Lageplan (aus: E. Cosack,
Die Untersuchung spätneolithischer und altbronzezeitlicher Gräber bei Stühren. )

Das in Ufernähe des Klosterbaches gelegene Gräberfeld besteht aus 17 erhaltenen Hügeln. Sie besitzen einen Durchmesser von 7 bis 16 m und eine Höhe von bis zu 1,30 m. Zum Teil sind sie unter dichtem Unterholz versteckt, drei Hügel indes sind sehr gut sichtbar. Bei dem etwa 200 m entfernt positionierten Gräberfeld fällt ein Hügelgrab sofort ins Auge. Es liegt direkt auf einem Acker und wird von hohen Bäumen bekrönt. Im Jahre 1955 wurde hier eine große, bauchige Urne geborgen. Weniger gut sichtbar als dieses heute noch 2 m hohe und einen Durchmesser von 21 m aufweisende imposante Grab sind die drei anderen erhaltenen Hügelgräber dieses ehemals 46 Gräber umfassenden urgeschichtlichen Friedhofs. Sie liegen ein wenig versteckt, wurden zum Teil abgegraben und verfügen daher nur noch über ein geringe Höhe.
Grabungsfunde der Hügelgräber bei Ströhen finden Sie im Kreismuseum Syke.

Besuchen Sie auch folgende archäologische Sehenswürdigkeiten in der Nähe:

Sonnenstein und Niederungsburg in Harpstedt(ca. 12 km)

Kreismuseum und Burgwall Syke (ca. 10 km)