Faszination Archäologie - Mystische Routen rund um die Steinzeit
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Sandfang**
Sage, Gemeinde Großenkneten

Erlebnisroutenstation Nr. 33

Parkmöglichkeiten

Parkmöglichkeit: am Straßenrand (ca. 20 m)


Öffentliche Verkehrsmittel

Öffentl. Verkehrsmittel: Nordwestbahn Wilhelmshaven/Oldenburg – Osnabrück, Bhf. Großenkneten (ca. 2,5 km)
Zugang für Rollstuhlfahrer

Rollstuhleignung: bedingt (Sandfang unpassierbar)

Gastronomie

Gastronomie: in Großenkneten (ca. 2,5 km)

Wie die Twistringer „Hünenburg“ (49) und der „Heidenwall“ bei Delthun (21) hatte auch der Sandfang eine reine Schutzfunktion. Gleichwohl kämpfte man hier nicht gegen befehdete Krieger, sondern gegen die Natur.

Sager Sandfang

Sager Sandfang
Blick von Norden (Sandfang im Hintergrund)

Blick von Norden (Sandfang im Hintergrund)

Anfahrt

Radfahrer und Radfahrerinnen: Der Sager Sandfang ist in die Route 2 der archäologischen Erlebnisrouten „Faszination Archäologie“ eingebunden. Unsere als pdf-Dokumente erhältlichen ausführlichen Routenbeschreibungen führen Sie unmittelbar zu dem Kulturdenkmal.
Sollten Sie mit dem PKW anreisen, fahren Sie bitte von Großenkneten die L 871 Richtung Sage und biegen ca. 300 m vor Sage ab in die Straße „Rickensand“. Am Ende der Straße finden Sie den Sandfang samt Infotafel.

Geschichte(n) eines ungewöhnlichen Kulturdenkmals

Der Sager Sandfang – der größte noch erhaltene seiner Art in der Wildeshauser Geest - wurde im 18. Jahrhundert angelegt, um die Äcker und Häuser vor einer Sandüberwehung zu schützen. Dabei hatte der Mensch die gefürchteten Überwehungen selbst zu verantworten: Die Plaggenwirtschaft auf Heide, Wald- und Wiesenflächen erzeugte vegetationslose Sandareale. Die zunehmende Überweidung der Heidelandschaften hatte nicht minder fatale Folgen. Ungehindert konnte der Wind den haltlosen Sand von hier in die Siedlungen und auf die Äcker tragen. So errichtete man zu dessen Abwehr schließlich Sandfänge. Ursprünglich als bloßer Flechtzaun konzipiert, wuchs der Sager Sandfang durch Flugsandablagerung im Laufe der Jahrzehnte zu einem regelrechten Wall heran, den man dicht mit Eichen bepflanzte. Heute hat der Sager Sandfang bei einer Gesamtlänge von rund 650 m immerhin eine Breite von etwa 28 m und eine Höhe von ca. 2,90 m aufzuweisen.

Unweit des Sandfanges, in Nähe der Informationstafel mag eine kleinere Findlings-Formation die Aufmerksamkeit Ihrer archäologisch geschulten Augen erregen. Die kläglichen Überreste eines Großsteingrabes?– Weit gefehlt, Sie sind auf die ruinösen Überreste eines Schafkoben gestoßen!

Besuchen Sie auch folgende archäologische Sehenswürdigkeiten in der Nähe:

Großsteingrab bei Biohof Bakenhus (ca. 3 km)

Gräberfeld Hespenbusch (ca. 5 km)

Gräber-Ensemble bei Huntlosen (ca. 9 km)