Faszination Archäologie - Mystische Routen rund um die Steinzeit
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Großsteingräber „Glaner Braut“***
bei Glane, Stadt Wildeshausen

Erlebnisroutenstation Nr. 56

Erhaltungszustand:

Der Erhaltungszustand der insgesamt vier Megalithgräber (zwei größere Hünenbetten und zwei kleinere Ganggräber) ist sehr unterschiedlich zu bewerten:

Grab I (Nr. 948)

Grab I

Grab I

Mit einer Länge von 50 m und einer Breite von 6 bzw. 8 m ist das annähernd Ostwest-gerichtete Grab das größte der Vierergruppe.

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Glaner Braut, Grab I
Oben: rekonstruierter Grundriss
Unten: Zustand z. Zeitpunkt der Bestandsaufnahme
(nach Ernst Sprockhoff, Atlas der Megalithgräber Deutschlands. 1975, Bd. 3, Großsteingrab Nr. 948)

Die Umfassungssteine sind beinahe vollzählig erhalten, die im westlichen Teil des Grabes positionierte Kammer weist jedoch erhebliche Schäden auf. Kein einziger Deckstein und nur wenige Tragsteine sind zu erkennen.

Grab II

Grab II

Grab II

Wenige Meter östlich von Grab I finden Sie Grab II. Bei einer Länge von 30 m ist es deutlich kürzer als Grab I.

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Glaner Braut, Grab II
Oben: rekonstruierter Grundriss
Mitte: Zustand z. Zeitpunkt der Bestandsaufnahme
(nach Ernst Sprockhoff, Atlas der Megalithgräber Deutschlands. 1975, Bd. 3, Großsteingrab Nr. 949)

Das 5 bzw. 6 m breite, in etwa nordsüdlich gewandte Grab verfügt über eine erheblich besser erhaltene Kammer. Ihre Trag- und Eingangssteine sind vollzählig anzutreffen. Vorzufinden ist überdies ein Deckstein. Die Umfassungssteine sind lückenhaft vorhanden.

Grab III

Grab III

Grab III:

Im Gegensatz zu Grab I und II handelt es sich bei diesem, wenige Schritte südwestlich von Grab I liegenden Monument um ein Ganggrab.

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Glaner Braut, Grab III
Oben: rekonstruierter Grundriss
Mitte: Zustand z. Zeitpunkt der Bestandsaufnahme
Unten: Schnitt
(nach Ernst Sprockhoff, Atlas der Megalithgräber Deutschlands. 1975, Bd. 3, Großsteingrab Nr. 950)

Die Tragsteine der kleinen, Nordost-Südwest angelegten Kammer (6 x 2 m) befinden sich nahezu alle in Originallage. Drei von ursprünglich vier Decksteinen sind zu erkennen.

Grab IV

Grab IV

Grab IV:

Von den insgesamt vier Gräbern ist Grab IV das kleinste – und zugleich das schlechtest erhaltene. Die Nordsüd orientierte Kammer ist stark gestört. Nur drei Tragsteine und ein verschobener Abschlussstein sind noch sichtbar. Vorhanden sind überdies Teile des entstehungszeitlichen Grabhügels, Bruchstücke eines gesprengten Decksteins, sowie ein weiterer, um 14 m nach Süden verlagerter Deckstein.

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Glaner Braut, Grab IV
Grundriss, Zustand z. Zeitpunkt der Bestandsaufnahme
(nach Ernst Sprockhoff, Atlas der Megalithgräber Deutschlands. 1975, Bd. 3, Großsteingrab Nr. 951)

Besuchen Sie auch folgende archäologische Sehenswürdigkeiten in der Nähe:

Großsteingrab „Schießstand“ (ca. 2 km, erreichbar über Huntepadd)

Großsteingrab „Gerichtsstätte“ (ca. 3 km)

Großsteingrab „Egypten“ (ca. 5 km)

Hügelgräberfeld Hespenbusch(ca. 7,5 km)

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