Faszination Archäologie - Mystische Routen rund um die Steinzeit
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Großsteingrab „Gerichtsstätte“ **
Dötlingen, Gemeinde Dötlingen

Erlebnisroutenstation Nr. 10

Parkmöglichkeiten

Parkmöglichkeit: Am Waldrand (ca. 50 m)





Öffentliche Verkehrsmittel

Öffentl. Verkehrsmittel: Weser-Ems-Bus, Linie 270 (Wildeshausen - Oldenburg), Station „Schöning“, von hier in die Straße „Zum Sande“ abbiegen dann linkerhand (ca. 900 m Fußweg)
Nordwestbahn Bremen – Osnabrück, Bhf. Brettorf (ca. 5 km)
Zugang für Rollstuhlfahrer

Rollstuhleignung: sehr bedingt (Grab besitzt keine eigene Zuwegung)

Gastronomie

Gastronomie: zahlreiche gastronomische Betriebe im Ortskern Dötlingens (ca. 1,5 km)

Wegen seiner interessanten Geschichte und seiner lauschigen Lage in einem lichten Buchenwäldchen, aber auch wegen der Nähe zum zwingend sehenswerten Ortskern Dötlingens lohnt das Großsteingrab "Gerichtsstätte" jederzeit einen Besuch. Und, welch Wunder, in unmittelbarer Nähe finden Sie gleich noch ein zweites interessantes Großsteingrab, das Großsteingrab "Am Schießstand".

„Gerichtsstätte“ von Westen

„Gerichtsstätte“ von Westen
„Gerichtsstätte“ von Süden

„Gerichtsstätte“ von Süden

Anfahrt:

Radfahrer und Radfahrerinnen: Das Großsteingrab „Gerichtsstätte“ ist in die Routen 3 und 4 der archäologischen Erlebnisrouten „Faszination Archäologie“ eingebunden. Unsere als pdf-Dokumente erhältlichen ausführlichen Routenbeschreibungen führen Sie unmittelbar zum Großsteingrab.
Sollten Sie mit dem PKW anreisen, fahren Sie bitte von Wildeshausen auf der L 872 Richtung Dötlingen und biegen nach ca. 3,5 km links ab Richtung Aschenbeck und folgen ab hier der Ausschilderung.

Grabgeschichte(n): Ein jungsteinzeitliches Großsteingrab als Ort frühneuzeitlicher Rechtsprechung

Der befremdliche Name des Großsteingrabes rührt von einer verbreiteten Tradition: Lange, lange, lange nach ihrer Entstehung nutzte man die Plätze an Großsteingräbern gelegentlich als Orte von Rechtsprechung und Beratung. Wie weit der Brauch zurückgeht und ob er aus der Sitte abgeleitet wurde, wichtige soziale Ereignisse in Nähe der weiterlebend geglaubten Toten, abzuhalten (s. hierzu auch „Glaner Braut“(56)), ist unbekannt. Im speziellen Falle der Dötlinger „Gerichtsstätte“ jedenfalls konnte unumstößlich belegt werden, dass hier die Besitzer des nahegelegenen Hofes Aschenbeck mindestens zwischen 1742 und 1812 Holzgericht über Forstfrevler abhielten.

Erhaltungszustand:

Heute ist das Grab nur noch in Fragmenten sichtbar: Die Nord-Süd ausgerichtete Steinkammer verfügt über Außenmaße von 4 x 1,5 m. Zwei große Trägersteine der westlichen und drei kleinere der östlichen Langseite sind noch in Originallage zu besichtigen. Ein Deckstein liegt unmittelbar neben dem Grab.

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Großsteingrab "Gerichtsstätte"
Grundriss, Zustand vor der Rekonstruktion
(nach Ernst Sprockhoff, Atlas der Megalithgräber Deutschlands. 1975, Bd. 3, Großsteingrab Nr. 945)

Besuchen Sie auch folgende archäologische Sehenswürdigkeiten in der Nähe:

Großsteingrab „Schießstand“
(ca. 2,5 km)

Großsteingrab "Egypten" (ca. 6 km)

"Hexenstein" (ca. 9 km)